Ankunft in Magdeburg

  • Magdeburg ist für mich nicht das Ziel einer Reise, sondern einfach nur die nächste Stadt auf dem Weg. Von ferne sehe ich bereits die beeindruckende Festungsanlage um die Stadt, von der ich schon gehört habe. Als ich das Stadttor passiere, frage ich gleich nach dem Weg zur hiesigen Niederlassung des Wächterbundes und einer geeigneten Gaststätte
  • Nachdem ich meinen Wagen und meine Habe in dem Gasthaus abgestellt habe, das mir empfohlen wurde, mache ich mich auf zum Wächterbund. Die Vereinigung hat Räume in einem Gebäude, das zur Universität gehört. Vor dem Gebäude treffe ich bereits jemanden, der mir leider berichtet, dass es in der Gegen aktuell sehr ruhig ist und es keine Aufträge für Jäger gibt
  • Mir ist wohl anzusehen, dass das keine guten Nachrichten sind, denn ein Mann winkt mich zu sich und bedeutet mir, auf der Bank Platz zu nehmen, auf der er bis eben in einem Buch gelesen hat. Er heißt Jondar von Tangel und meint, er würde gerade an einer Sache arbeiten, für die er noch Jäger gebrauchen könnte
  • Als er sein Buch zuklappt, sehe ich den Titel "Herr der Fliegen" und kann mein Interesse nicht verbergen. Jondar fragt mich, ob ich etwas über den Herrn der Fliegen, Beelzebub, wisse. Ich erzähle meine übliche Geschichte, dass ein Freund von mir von Beelzebub verflucht worden sei und ich deswegen sehr an Informationen über die Träger der Fliege interessiert sei. Ausgerechnet da krabbelt meine verfluchte Fliege an meinem Hals herum und Jondar scheint an meiner Geschichte zu zweifeln
  • Jondar scheint jedenfalls wirklich etwas davon zu verstehen und offenbart mir, dass der Fall, an dem er gerade arbeitet auch mit den Trägern der FLiege zu tun hat. Er meint, dass er keine Bezahlung garantieren könne, aber ich kann die Chance nicht ausschlagen, mehr über den Fluch zu erfahren und willige ein
  • Jondar bringt mich zu einem Gasthaus, wo er sich mit den Jägern treffen will, die mit ihm arbeiten. Ich kann es kaum erwarten, denn Jondar erzählt, dass diese Jäger auch Träger der Fliege sind!

Treffen im Gasthaus

  • Im Gasthaus führt mich Jondar zu einem Tisch mit zwei Leuten, die er mir als Janni und François vorstellt. Janni ist etwas weltfremd, aber scheint kompetent und wildniserfahren. Francois ist ein adliger Fechter und ist angenehm sauber (leider muss ich später feststellen, dass das bei ihm nicht üblich ist)
  • Die drei arbeiten aktuell daran, eine lokale Zelle des Kult des Beelzebub zu zerschlagen, die sich im Aussätzigenlager vor der Stadt eingenistet hat. Der Kult plant, ein Ritual durchzuführen, für das 5 Träger der Fliege erforderlich sind. Dieses Ritual müssen wir verhindern, wofür wir zuerst mal den Ort des Rituals herausfinden müssen
  • Janni und Francois erzählen, wie sie am Vortag im Lager der Aussätzigen waren. Das Lager ist außerhalb der Stadt am Magdeburger Meer. Die beiden wichtigsten Gebäude im Lager sind das Ärztehaus und eine verlassene Kirche. Meine neuen Kameraden haben herausgefunden, dass im Lager einige Menschen wohnen, die augenscheinlich keine Aussätzigen sind. In der Kirche gibt es manchmal Versammlungen, die nicht von einem christlichen Priester geleitet werden und wahrscheinlich vom Kult durchgeführt werden
  • Sie haben eine junge Frau namens Annemarie getroffen, die früher Spenden ins Lager gebracht hat, aber dann selbst krank geworden ist. Scheinbar erreichen Spenden aus der Stadt nicht die Kranken sondern werden an den Kult weitergeleitet. Janni und Francois wurden nicht ins Ärztehaus gelassen, haben aber erfahren, dass dort ein gefährliches Gift gemischt werden soll
  • An diesem Abend planen wir, im Schutz der Dunkelheit das Lager zu infiltrieren, während die meisten Leute in der Kirche an einer Versammlung teilnehmen. Wir wollen in das Ärztehaus eindringen und herausfinden, wer alles bei der Versammlung zugegen ist und den Verdacht bestätigen, dass diese Leute dem Kult des Beelzebub angehören
  • Ich willige ein, ihnen bei ihren Plänen zu helfen und erhalte einen Ring, der vor Krankheiten schützen soll. Die anderen beiden haben bereits identische Ringe
  • Um weniger aufzufallen, lasse ich meine Hellebarde zurück und hülle mich in einen alten schwarzen Umhang, den ich vom Wirt des Gasthauses organisiere

Wir schleichen in das Lager der Aussätzigen

  • Am Abend verlassen wir die Stadt, kurz bevor die Tore für die Nacht geschlossen werden. Im Mondschein schleichen wir am Ufer des Magdeburger Meers entlang. Janni und Francois schlagen sich durch Schilf und Schlamm, um unentdeckt zu bleiben, ich bleibe auf halbwegs festem Boden
  • Am Rand des Aussätzigenlagers wartet Annemarie auf uns. Sie erzählt, dass viele Leute bei der Versammlung in der Kirche sind und das Ärztehaus scheinbar leersteht
  • Wir schleichen an der Seite der Kirche vorbei, können aber durch die Buntglasfenster nichts genaues sehen, außer viele Menschen auf Bänken und einer Person am Altar
  • Wir steuern auf das Ärztehaus in der Mitte des Lagers zu und bitten Annemarie Schmiere zu stehen. Wir wollen durch den Kohlenkeller in das Haus gelangen, den meine Kameraden am Vortag bereits entdeckt haben
  • Francois knackt das Schloss mit einer großen Zange und Janni öffnet leise eine der Kellerluken. Ich leuchte mit meienr Laterne in den Kellerraum und die beiden stürzen sich zuerst die schräge Rampe hinab in den Kohlehaufen
  • Ich möchte eigentlich nicht in diesen schmutzigen Keller steigen, wer weiß was alles in diesem Kohlehaufen haust. Ich überlege kurz, mir von Janni die Haustür aufmachen zu lassen, was aber auch ein Risiko wäre. Ich reiße mich zusammen und schliddere vorsichtig die Rutsche hinab, um mich den anderen anzuschließen

Im Ärztehaus

  • Nachdem ich mich aus dem Kohlehaufen befreit und abgeklopft habe, schaue ich mich im kleinen Kellerraum um. Eine Tür führt ins Haus und an einer Wand hägen verstaubte Regalbretter, die augenscheinlich medizinische Materialien beinhalten. Scheinbar lagern diese hier seit längerer Zeit unbenutzt: verdächtig für ein Ärztehaus in einem Aussätzigenlager
  • Wir öffnen vorsichtig die Tür, hinter der es still ist und gelangen ins Erdgeschoss. Über uns hören wir Schritte von einer Person, die im ersten Stock auf und ab geht
  • Zuerst durchsuchen wir das Erdgschoss und finden viele leere Räume, unter anderem zwei ehemalige Behandlungsräume, die verlassen und verstaubt sind. Auf einer Liege in einem der Zimmer liegt sogar ein staubiges Skelett. Der Eindruck erhärtet sich, dass in diesem Haus manches vorgehen mag, aber nicht die Behandlung von Kranken
  • In der Garderobe finden wir drei Umhänge und Schnabelmasken. Ich verkleide mich und helfe Francois, eine Maske anzupassen, damit sie ihm passt. Janni zieht sich keine Verkleidung an
  • Wir schleichen leise in den ersten Stock und Janni schaut durch das Schlüsselloch in das Zimmer, in dem sich die einzige Person im Haus aufhält. Es scheint ein Labor zu sein, in dem der Arzt des Lagers Alexander Pantalon konzentriert an etwas arbeitet
  • Wir wollen ihn befragen, ohne dass er um Hilfe rufen kann, daher sprechen wir uns ab und ich öffne in meiner Verkleidung die Tür, als ob ich jedes Recht hätte, hier zu sein
  • Der Doktor wendet sich erst nicht um, während ich auf ihn zugehe und sage, der Schmied hätte mich geschickt. Wenn er schließlich misstrauisch aufmerkt, bin ich schon bei ihm und presse ihm ein Tuch auf den Mund, sodass er kein Geräusch mehr machen kann und mich nur verängstigt ansieht
  • Janni kommt dazu, Francois bleibt im Flur, um auf eine mögliche Warnung unserer Schmieresteherin zu lauschen
  • Der Arzt erzählt, dass er gezwungen wird, eine hochgefährliche Substanz herzustellen, die morgen abgeholt werden solle. Er weiß, dass er für einen bösen Kult arbeitet
  • Wir überreden ihn, mit uns aus dem Lager zu fliehen und das übernatürliche Gift mitzunehmen. Ich greife mir noch drei Heilelixiere aus einem Regal, da warnt uns Francois schon, dass von draußen Steine ans Fenster geworfen wurden und Gestalten draußen auf die Tür zugehen

Flucht aus dem Lager

  • Janni nimmt die große Flasche mit dem Gift mit und wir eilen leise zu viert nach unten in den Kohlekeller
  • Kurz nachdem wir die Tür leise hinter uns geschlossen haben, hören wir den Schmied mit einigen Begleitern zur Haustür hereinkommen und in den ersten Stock gehen
  • Wir kriechen über die Kohlen nach oben aus dem Kohlekeller heraus und eilen in Richtung Wald, wo wir uns verstecken wollen. Als wir aus dem Lager Alarmschreie hören, sind wir bereits weit genug entfernt
  • Janni führt uns in den Wald und wir finden einen geeigneten Lagerplatz für die Nacht. Am Lagerfeuer sprechen wir mit Alexander Pantalon
  • Der Doktor heißt eigentlich Kaspar Steutlin und erzählt, dass er früher Nekromant war, sich aber für seine vergangenen Taten sehr schämt. Auch dass er sich von dem Kult des Beelzebubs erpressen ließ tut ihm Leid. Er möchte gern in einer anderen Stadt als Arzt arbeiten und endlich wirklich Menschen helfen
  • Über die große Flasche mit dem grünem Gift erzählt er, dass er diese Flasche am nächsten Tag eigentlich einem Geheimrat von Magdeburg geben sollte. Es wäre dann an verschiedenen Stellen in Magdeburg verteilt worden, um die gesamte Bevölkerung mit einer schlimmen Krankheit anzustecken. Vor kurzem sei die Imago, die Anführerin des Kultes, bei ihm gewesen und hat sich an dem Giftstoff zu schaffen gemacht. Es war eine 30-40 jährige Frau mit Lederkleidung
  • Der Doktor hat griechisches Feuer in seinem Stadthaus, mit dem wir hoffentlich das gefährliche Gebräu sicher vernichten könnten. Wir nehmen uns vor, die Flasche im Wald zu lassen und am nächsten Tag das Griechisches Feuer aus der Stadt zu holen
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